SpaceX bringt Amalia Earhardt in den Orbit
SpaceX brachte am 18. Januar einen Satelliten für das Global Positioning System (kurz: GPS) in den Transferorbit für eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug trägt offiziell die Bezeichung GPS-III 06 mit der inoffiziellen Zusatzbezeichnung „Amalia Earhardt“, nach der berühmten amerikanischen Pilotin der 30er-Jahre, die als erste Frau im Jahre 1932 einen Solo-Flug über den Atlantik unternahm. Es war der fünfte GPS III-Satellit den SpaceX in den Orbit brachte. Eine dieser Einheiten wurde von einer Delta 4 Medium der ULA transportiert.



Am 12. Januar startete China eine interessante Orbitalmission. Dabei brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2C, an sich ein Träger der unteren Mittelklasse, und eine der am wenigsten leistungsfähigsten Raketen der Langer Marsch-Reihe, den Kommunikationssatelliten Apstar 6E in eine niedrige Erdumlaufbahn. Um eine geostationäre Transferbahn erreichen zu können, musste die an sich zweistufige Rakete mit einer dritten Antriebseinheit mit der Bezeichnung Y61 ausgerüstet werden. Mit dieser Stufe scheint es allerdings bald nach dem Start zu Problemen gekommen zu sein.
Es ist eine alte Raumfahrtregel, nach der mindestens die Hälfte aller Erstflüge scheitern. Diese Regel erwischte am 11. Januar auch die RS-1 von ABL-Space Systems. Besonders schwerwiegend war dieser Fehlstart deswegen, weil sich nur zehn Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe alle Triebwerke der ersten Stufe abschalteten und die noch mit mehr als 95 Prozent der gesamten Treibstoffmenge betankten Rakete wieder auf die Startanlage zurückfiel und diese dem Erdboden gleichmachte.


