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Gerade einmal eine Woche nach dem vorausgegangenen Electron-Start war Rocket Lab am 30. Januar erneut aktiv. Diese zweite Mission des Jahres 2026 trug die Bezeichnung „Bridging The Swarm“ und bezieht sich auf die als „Mikro-Swarm“ bezeichnete Kleinkonstellation aus insgesamt zwölf Satelliten. Auftraggeber der Mission ist die Korea AeroSpace Administration (oder kurz: KASA). Die Nutzlast trägt die Bezeichnung Neonsat-1A. Der Start erfolgte vom kleinen privaten Weltraumbahnhof von Rocket Lab auf der neuseeländischen Halbinsel Mahia.

Der Einsatz begann um 1:56 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 1 des Raumfahrtzentrums. Die Curie-Oberstufe der Electron setzte den auf einer Umlaufbahn mit einem Perigäum von 526 Kilometern, einem Apogäum von 552 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 97,4 Grad ab.

Die südkoreanische Regierung hat die NeonSat-Mikrosatellitenkonstellation zur Beobachtung der koreanischen Halbinsel geschaffen. Sie bietet die Möglichkeit zur Katastrophenüberwachung in nahezu Echtzeit. Der 100 Kilogramm schwere NeonSat-1A ist mit einer hochauflösenden optischen Kamera ausgestattet und ergänzt den bereits im Orbit befindlichen NeonSat-1.

Die in NeonSat-1A integrierte Technologie wird nach erfolgreicher Erprobung in die nächsten zehn Satelliten der Konstellation einfließen. Südkoreanische Hochschulen, Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten an diesem Projekt zusammen. Die zukünftigen NeonSat-Satelliten sollen noch in diesem und im kommenden Jahr mit der südkoreanischen Nuri-Trägerrakete gestartet werden.

Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2026 wie folgt aus:

  1. USA: 12 (davon SpaceX: 12)
  2. China: 7. 2 Fehlschläge (Langer Marsch 3B/E, Ceres 2)
  3. Neuseeland: 2
  4. Indien: 1. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
  5. Russland: 0
  6. Europa: 0
  7. Japan: 0
  8. Deutschland: 0.
  9. Australien: 0.
  10. Israel: 0
  11. Südkorea: 0

Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich folgendermaßen dar:

  1. Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 6 (6/0)
  2. Vandenberg Space Force Base: 6
  3. Jiuquan: 2
  4. Xichang: 1
  5. Wenchang: 2 (institutionell 1/kommerziell 1)
  6. Mahia: 2
  7. Taiyuan: 1
  8. DeFu-15001: 1
  9. Plessezk: 0
  10. Dongfanghang Tiangang (auch: Oriental Spaceport Launch Ship): 0
  11. Baikonur: 0
  12. Guyana Space Centre: 0
  13. Satish Dhawan: 1
  14. Tanegashima: 0
  15. Andøya: 0
  16. Wostotschnij: 0
  17. Bowen Orbital Spaceport: 0
  18. Palmachin: 0

Bild: Startlogo. Quelle: Rocket Lab