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Der Start einer Vulcan Centaur am 12. Februar verlief seitens der gestellten Aufgabe, dem Transport dreier militärischer Nutzlasten für die United States Space Force (USSF) in den geostationären Orbit, perfekt. Im Verlauf des Aufstiegs in den Orbit zeigten sich aber wieder gravierende Mängel an einer der Feststoff-Hilfsraketen des Trägers, die aber - mit Glück und durch den robusten Design der Vulcan und ihrer großen Leistungsreserven - ausgeglichen werden konnten. Die Mission trug die offizielle Bezeichnung USSF-87.

Der Einsatz begann um 10:22 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 41 der Cape Canaveral Space Force Station. Nach etwa 20 Flugsekunden zeigte einer der vier Booster am Düsenhals erste Anzeichen eines Durchbrennens. 67 Sekunden nach dem Liftoff fiel die Düse komplett ab, was zu einem reduzierten, stark asymmetrischen Schub und einer damit zusammenhängenden schnellen Rollbewegung der Rakete führte, die jedoch ausgeglichen werden konnte. Der beschädigte Booster funktionierte während seiner gesamten 90-sekündigen Brenndauer weiter, aber mit verminderter Leistung.

Die Vulcan flog in der Version mit vier Feststoff-Zusatzraketen und einer Standard-Fairing mit einer Länge von 15,4 Metern. Die Leistungsreserven der Haupt- und Zweitstufe waren groß genug, dass die aus dem Teilversagen des Boosters resultierende Minderleistung ausgeglichen werden konnte. Ein fast genau gleicher Vorfall geschah beim Erstflug der Vulcan Centaur im Jahre 2024.

Die drei Nutzlasten sind GSSAP 7 und 8, sowie Propulsive ESPA. Alle drei wurden sechseinhalb Stunden nach dem Liftoff im geostationären Orbit abgeliefert. Die ersteren beiden sind Weltraumüberwachungssatelliten von Northrop Grumman, die andere Objekte im Orbit überwachen. Propulsive ESPA ist ein kleiner Trainingssatellit, der dazu dient, Soldaten der  US Space Force im Manövrieren von Raumfahrzeugen im geostationären Orbit zu schulen.

Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2026 wie folgt aus:

  1. USA: 17 (davon SpaceX: 16)
  2. China: 10. 2 Fehlschläge (Langer Marsch 3B/E, Ceres 2)
  3. Neuseeland: 2
  4. Indien: 1. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
  5. Russland: 2
  6. Europa: 0
  7. Japan: 0
  8. Deutschland: 0.
  9. Australien: 0.
  10. Israel: 0
  11. Südkorea: 0

Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich folgendermaßen dar:

  1. Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 8 (8/0)
  2. Vandenberg Space Force Base: 9
  3. Jiuquan: 4
  4. Wenchang: 2 (institutionell 1/kommerziell 1)
  5. Xichang: 1
  6. Mahia: 2
  7. Taiyuan: 1
  8. DeFu-15001: 1
  9. Plessezk: 1
  10. Dongfanghang Tiangang (auch: Oriental Spaceport Launch Ship): 1
  11. Baikonur: 1
  12. Guyana Space Centre: 0
  13. Satish Dhawan: 1
  14. Tanegashima: 0
  15. Andøya: 0
  16. Wostotschnij: 0
  17. Bowen Orbital Spaceport: 0
  18. Palmachin: 0

Bild: Missionsposter. Quelle: ULA