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Rocket Lab brachte am 23. April einen Sammeltransport von acht japanischen CubeSats in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Ihr gemeinsamer Nenner ist ihre Zugehörigkeit zum so genannten „Innovative Satellite Technology Demonstration Program“ der JAXA. Der Start erfolgte am kleinen privaten Raumflughafen von Rocket Lab auf der neuseeländischen Halbinsel Mahia. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Electron eingesetzt.

Der Liftoff erfolgte um 5:09 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Anlage 1A des Startplatzes. Etwa eine Stunde später gab die Curie-Kickstufe die acht Satelliten in einem annähernd kreisförmigen Orbit in 540 Kilometern Höhe frei.

Bei den Kleinraumfahrzeugen handelt es sich um die folgenden Einheiten:

  • ARICA-2 von der Aoyama Gakuin Universität in Tokio
  • FSI-SAT vom Future Science Institute
  • KOSEN-2R, ein 2Unit-CubeSat für das Internet of Things vom National Institute of Technology
  • MAGNARO-II, ein 3Unit-CubeSat der Universität Nagoya
  • Mono-Nikko von der Di-Nikko Engineering Co., Ltd.
  • OrigamiSat-2 vom Tokyo Institute of Technology
  • Prelude von der Universität Nihon, und
  • WASEDA-SAT-ZERO-II, ein 1Unit-CubeSat der Universität Waseda

Diese Satelliten sind entweder Ersatzgeräte für die beim Fehlstart einer japanischen Epsilon-Trägerrakete am 12. Oktober 2022 verloren gegangenen CubeSats, oder es sind Satelliten, die wegen der andauernden Entwicklungsverzögerungen nach diesem Fehlstart nicht mit der Epsilon gestartet werden können, für die sie eigentlich vorgesehen waren.

Das „Innovative Satellite Technology Demonstration Program“  zur Demonstration innovativer Satellitentechnologie ist eine Reihe von Missionen zum Testen von Technologien und Ideen, die von Universitäten und privaten Unternehmen entwickelt wurden. Das Programm demonstriert verschiedene experimentelle Geräte und Technologien im Weltraum und bietet ihnen Flugmöglichkeiten. Es wird von der Forschungs- und Entwicklungsdirektion der Japanischen Raumfahrtagentur (JAXA) geleitet. Laut JAXA ist das Ziel dieses Programms, risikoreiche, innovative Technologien zu testen, die der Raumfahrtindustrie zu mehr Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene verhelfen sollen.

Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2026 wie folgt aus:

  1. USA: 53 (davon SpaceX: 47). 1 Fehlschlag (New Glenn)
  2. China: 23. 3 Fehlschläge (Langer Marsch 3B/E, Ceres 2, Tianlong-3)
  3. Neuseeland: 6
  4. Russland: 6
  5. Indien: 1. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
  6. Europa: 1
  7. Japan: 1. 1 Fehlschlag (KAIROS)
  8. Deutschland: 0.
  9. Australien: 0.
  10. Israel: 0
  11. Südkorea: 0

Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich wie folgt dar:

  1. Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 29 (28/1)
  2. Vandenberg Space Force Basis: 24
  3. Jiuquan: 9
  4. Mahia: 6
  5. Wenchang: 4 (institutionell 1/kommerziell 3)
  6. Plessezk: 4
  7. Taiyuan: 3
  8. Dongfanghang Tiangang: 3
  9. Xichang: 2
  10. Baikonur: 2
  11. DeFu-15001: 1
  12. Guyana Space Centre: 1
  13. Satish Dhawan: 1
  14. Tanegashima: 0
  15. Andøya: 0
  16. Wostotschnij: 0
  17. Bowen Orbital Spaceport: 0
  18. Palmachin: 0

Bild: Startlogo. Quelle: Rocket Lab